WAN

(Wide Area Network)

WAN steht für Wide Area Network, auch Weitverkehrsnetz genannt. Es handelt sich um ein Rechnernetz, das über große geografische Entfernungen, wie Städte, Länder oder Kontinente, mehrere lokale Netzwerke (LANs) oder einzelne Geräte verbindet.

Was ist ein Wide Area Network (WAN)?

Ein Wide Area Network (deutsch: Weitverkehrsnetz) ist ein Rechnernetz, das sich über einen sehr großen geografischen Bereich, oft über Städte, Länder oder Kontinente, erstreckt und in der Regel mehrere lokale Netzwerke (LANs) miteinander verbindet.

Es verbindet voneinander entfernte Standorte wie Unternehmensniederlassungen, Rechenzentren oder Filialen, indem es deren lokale Netzwerke zusammenschaltet. Dafür werden meist Telekommunikationsdienste wie MPLS, Standleitungen, Breitband‑Internet, Glasfaser, Satellit oder Mobilfunk (4G/5G) genutzt.

Ein typisches Einsatzszenario ist das Unternehmens-WAN: Ein Konzern verbindet seine Niederlassungen, Rechenzentren und Remote Standorte in verschiedenen Ländern zu einem einheitlichen Unternehmensnetz.

Die Definition ist ziemlich weit gefasst. Technisch gesehen ist jedes Netzwerk, das sich über ein großes geografisches Gebiet erstreckt, ein WAN. Das Internet selbst gehört ebenfalls dazu.

 

Typische Merkmale

  • Große Ausdehnung: Verbindung über große Distanzen, z.B. mehrere Städte, Länder oder global.
  • Zusammenschluss vieler LANs: WAN = “Netz der Netze”. Ein klassisches Beispiel ist das Internet.
  • Nutzung externer Carrier: Telefonanbieter, InternetProvider und andere Netzbetreiber stellen die benötigten Leitungen und Dienste bereit.
  • Höhere Latenz und variablere Bandbreiten als in LANs, weil Daten lange Strecken und viele Zwischenstationen durchlaufen.
     

Unterschiede zwischen WAN und LAN

Ein LAN ist ein lokales Netzwerk auf engem Raum (z. B. Wohnung, Büro, Campus), ein WAN verbindet solche lokalen Netze über große geografische Distanzen hinweg (Städte, Länder, global).

MerkmalLAN (Local Area Network)WAN (Wide Area Network)
Geografische AusdehnungKleiner Bereich, meist ein Gebäude oder Standort (Haus, Büro, Schule).Sehr großes Gebiet, verbindet Standorte in verschiedenen Städten/Ländern bis hin zu weltweit.
ZweckVernetzung von Geräten am selben Ort (z. B. PCs, Drucker, Server im Büro).Vernetzung mehrerer LANs und Standorte, z. B. Filialen, Rechenzentren, Partner.
Geschwindigkeit/LatenzHohe Datenrate, geringe Verzögerung, da kurze Wege und wenige Hops.Meist geringere Datenrate und höhere Latenz, da große Entfernungen und Provider Backbones.
ÜbertragungsmedienEthernet Kabel, WLAN (Wi Fi), teils Glasfaser im Gebäude.MPLS, VPN über Internet, Mietleitungen, Glasfaser Backbones, Satellit, Mobilfunk.
Eigentum/ManagementTypisch komplett im Besitz und unter Kontrolle der Organisation oder des Haushalts.Nutzt oft Infrastruktur externer Carrier/Provider, teils Kombination aus privaten und öffentlichen Netzen.
KostenRelativ günstig pro Bit (kurze Leitungen, eigene Hardware).Pro Bit deutlich teurer, da Weitverkehrsleitungen und Carrier Dienste.
Typische BeispieleHeimnetz, Büronetz, Schulnetz.Unternehmens WAN, globales Banknetz, Internet als größtes WAN.

 


Verbindungstechniken für WAN

Während im LAN die Computer vorzugsweise mit per Ethernet mit Netzwerkkabel verbunden sind, gibt es im WAN darüber hinaus folgende Techniken:

  • IP/MPLS (Multiprotocol Label Switching) als heute sehr verbreitete Technik in Carrier‑Backbones und MPLS‑VPNs.
  • SDH/SONET (Synchrone Digitale Hierarchie / Synchronous Optical Network) als Basis für synchrone, hochkapazitive Glasfaser‑Transportnetze.
  • PDH (Plesiochrone Digitale Hierarchie) als ältere, hierarchische Multiplextechnik für leitungsvermittelte Verbindungen.
  • Ethernet im WAN‑Umfeld, z. B. als „Carrier Ethernet“ oder Ethernet‑Strecken zwischen Standorten.
  • Standleitungen (Leased Lines) als dedizierte, dauerhaft bereitgestellte Punkt‑zu‑Punkt‑Verbindungen mit garantierter Bandbreite.
  • Ältere paketvermittelnde Verfahren wie Frame Relay, ATM oder X.25, heute weitgehend abgelöst, aber in Legacy‑Umgebungen teils noch im Einsatz
     

 


Wa ist ein SD-WAN?

Ein SD‑WAN (Software‑Defined Wide Area Network) ist ein softwaregesteuertes Weitverkehrsnetz, das ein Unternehmens‑WAN über eine zentrale, meist cloudbasierte Steuerung verwaltet und optimiert. SD‑WAN nutzt Prinzipien des Software‑Defined Networking (SDN), um die Steuerungsebene vom eigentlichen Datenverkehr zu trennen und über eine zentrale Oberfläche zu verwalten.

Es baut eine virtuelle Overlay‑Schicht über verschiedene Unterbau‑Verbindungen wie MPLS, Breitband‑Internet, LTE/5G etc. und lenkt den Traffic je nach Richtlinien und Leitungszustand dynamisch über den jeweils besten Pfad.

Wichtige Vorteile

  • Bessere Performance: Business‑kritische Anwendungen (z. B. VoIP, UC, ERP, SaaS) werden priorisiert und erhalten stets die bestmögliche Verbindung.
  • Höhere Ausfallsicherheit: Mehrere Leitungen (MPLS, Internet, LTE) können parallel genutzt werden, inkl. automatischem Failover und Load‑Balancing.
  • Kostenvorteile: Teure MPLS‑Kapazitäten lassen sich durch günstigere Internet‑Zugänge ergänzen oder teilweise ersetzen, ohne auf QoS und Sicherheit zu verzichten.
  • Vereinfachtes Management: Zentrale Konfiguration und Zero‑Touch‑Provisioning für Standorte, statt viele einzelne Router manuell zu pflegen

 

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