Latenz

Latenz bezeichnet die Verzögerung, die auftritt, wenn Daten von einem Punkt im Netzwerk zu einem anderen übertragen werden.

Sie wird in Millisekunden (ms) gemessen und umfasst die Zeit, die benötigt wird, um ein Signal zu senden und eine Antwort zu erhalten.

Niedrige Latenz ist besonders wichtig für Anwendungen, die Echtzeitkommunikation erfordern, wie VoIP-Telefonate oder Videokonferenzen.

Was ist Latenz?

Latenz beschreibt die Verzögerung bei der Übertragung von Daten in einem Netzwerk, also die Zeit, die ein Datenpaket von Sender zu Empfänger benötigt. Sie wird typischerweise in Millisekunden (ms) gemessen und beeinflusst die Reaktionsgeschwindigkeit von Anwendungen wie Videoanrufen oder Cloud-Diensten.

Arten von Latenz

  • Ausbreitungslatenz: Zeit für das Signal, physische Distanzen (z. B. Kabel oder Glasfaser) zu überwinden, abhängig von Entfernung und Medium.
  • Verarbeitungslatenz: Verzögerung durch Router, Switches oder Software bei der Paketbearbeitung.
  • Warteschlangenlatenz: Zusätzliche Wartezeiten bei Netzwerküberlastung (Pufferung).

Hohe Latenz entsteht durch große Distanzen, viele Netzwerk-Hops, Überlastung oder schwache Verbindungen wie bei Satellit oder älteren Mobilfunknetzen. Sie wird mit Tools wie Ping (Round-Trip-Time, RTT) gemessen: Ein Paket wird gesendet und die Rücklaufzeit erfasst.
 

 


Was ist der Unterschied zu Ping?

Latenz ist die grundlegende Verzögerung bei der Datenübertragung in Netzwerken, beschreibt die gesamte Zeitspanne, die ein Datenpaket braucht, um von Sender zu Empfänger zu gelangen, inklusive Ausbreitung, Verarbeitung und Warteschlange. 

Ping hingegen ist ein spezifisches Messverfahren darstellt, das diese quantifiziert. Ping misst die Round-Trip-Time (RTT), also die Dauer für ein kleines Testpaket hin und zurück, und dient als praktischer Indikator für die Latenz.

Messung und Anwendung

  • Ping nutzt den ICMP-Protokoll-Befehl (z. B. "ping ecotel.de"), um Latenzwerte in ms sichtbar zu machen, ideal für Netzwerktests.
  • Latenz ist ein theoretisches Konzept mit verschiedenen Komponenten; Ping fasst es zu einem messbaren Wert zusammen, der oft synonym verwendet wird.

 


Wie wird Latenz gemessen?

Latenz wird hauptsächlich durch Messung der Round-Trip-Time (RTT) oder Time-to-First-Byte (TTFB) erfasst, wobei einfache Tools den Weg und die Verzögerung von Datenpaketen nachverfolgen.

Einfache Messmethoden

  • Ping: Misst RTT per ICMP-Paketen (z. B. ping google.com) – zeigt minimale, durchschnittliche und maximale Latenz in ms.
  • Traceroute (tracert): Zeigt Latenz pro Hop (Router) auf dem Pfad zum Ziel, um Engpässe zu lokalisieren.

     

 


Was ist eine gute Latenz?

Ein guter Wert liegt je nach Anwendung und Netzwerktyp typischerweise unter 30–60 ms, wobei Werte unter 20 ms als optimal gelten.

Bewertung nach Anwendungen

  • Echtzeitkommunikation (VoIP, Videoanrufe): Unter 30 ms, um spürbare Verzögerungen zu vermeiden.
  • Online-Gaming: Unter 50–60 ms für reibungsloses Spielerlebnis, ideal <20 ms bei kompetitiven Titeln.
  • Browsing/Streaming: Bis 100 ms akzeptabel, darüber wird es merkbar langsam.

Typische Werte pro Technologie

TechnologieGute Latenz (ms)
Glasfaser (FTTH)5–20
VDSL/Kabel15–30
DSL20–50
LTE/5G10–30
Satellit>200 (schlecht)

 


Wie lässt sich Latenz reduzieren?

Latenz entsteht durch physische Distanz (Lichtgeschwindigkeit im Kabel), viele Hops (Router-Weiterleitungen), Netzüberlastung (Warteschlangen), Serverlast oder schlechte Architektur. Stell dir vor, ein Paket muss eine lange Reise machen und an jedem Stopp warten, je mehr Stopps und Staus, desto später kommt es an.

Schritt-für-Schritt-Reduktion (Endnutzer)

  • Hardware optimieren: WLAN durch Ethernet-Kabel ersetzen (spart 10–50 ms), Router nah positionieren und Firmware updaten.
  • Bandbreite freimachen: Hintergrund-Apps (Downloads, Updates) pausieren, QoS im Router aktivieren, um VoIP/Video zu priorisieren.
  • Störungen beheben: Neustart von Modem/Router, Antiviren-Scans, unnötige Geräte trennen.

Fortgeschrittene Maßnahmen (Netzwerk-Admin)

  • Routing verbessern: Subnetting (Gruppierung naher Endgeräte), Traffic-Shaping und Load Balancer für gleichmäßige Lastverteilung.
  • CDNs/Edge-Computing: Inhalte nah am Nutzer speichern, z. B. via Cloudflare – halbiert Distanz-Latenz.
  • Infrastruktur upgraden: Auf Glasfaser wechseln (<20 ms), Fiber-Optik statt Kupfer, mehr Bandbreite kaufen.

Enterprise-Lösungen

In ICT-Umgebungen SDN nutzen für dynamische Pfade, NGFW wie Check Point Lightspeed für sichere, latenzarme Verarbeitung oder SLAs mit Low-Latency-Garantien vereinbaren. Regelmäßiges Monitoring erkennt Probleme früh.
 


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