Ungenutzte Chancen durch die Digitalisierung im Gesundheitswesen

Malina Sofia Dicke

Malina Sofia Dicke

24 Feb. 20265 Min. Lesezeit

Die Gesundheitsbranche steht vor enormen Herausforderungen: Steigender Kostendruck, komplexere Behandlungsmethoden und eine wachsende Nachfrage nach patientenzentrierter Versorgung. Gleichzeitig eröffnet die digitale Transformation neue Chancen, um Prozesse effizienter zu gestalten und die Qualität der Patientenversorgung zu steigern.

Deutschland nutzt sein digitales Potenzial noch nicht

Viele digitale Chancen werden in Deutschland noch nicht ergriffen bzw. nur rudimentär genutzt. In anderen europäischen Ländern werden beispielsweise Video-Sprechstunden und Telemonitoring bereits standardisiert eingesetzt.

McKinsey identifizierte vier Hauptgründe, warum die Digitalisierung in deutschen Krankenhäusern nicht weiter fortgeschritten ist:

  • unzureichende Finanzierungsmöglichkeiten
  • erschwerte Integrierbarkeit und Kompatibilität vorhandener IT-Lösungen
  • fehlende Standardisierung von Prozessen
  • hohe Anforderungen an IT-Sicherheit und Datenschutz
Chirurgen betrachten digitales Röntgenbild im OP-Saal als Symbol für vernetzte Digitalisierung im Gesundheitswesen

Die Politik treibt die Modernisierung voran

Der Bund definiert mit der Digitalisierungsstrategie für das Gesundheitswesen („Digitale Gesundheit 2025“) Handlungsfelder wie Telematikinfrastruktur, sektorenübergreifende Versorgung und Datennutzung für Forschung. 

Das Bundesministerium für Gesundheit zeigt die Digitalisierung im Gesundheitswesen inzwischen als Voraussetzung für Versorgungsqualität, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit des Systems auf, nicht mehr als optionales Projekt. Das Digital-Gesetz (DigiG) und das Gesundheitsdatennutzungsgesetz (GDNG) sollen u. a. die ePA verpflichtend im Opt-out-Modell einführen und die Sekundärnutzung von Gesundheitsdaten für Forschung erleichtern.

Ärztin und Pflegerin analysieren digitales Röntgenbild (Lunge), Symbol für Digitalisierung im Gesundheitswesen

Was passiert in den Healthcare-Einrichtungen?

Viele Leistungserbringer klagen über zusätzliche Bürokratie, hohen Schulungsaufwand oder Datenschutzbedenken, was die Umsetzung verlangsamt. Manchmal sind es fehlende Kapazitäten in IT-Abteilungen der Krankenhäuser, welche das Thema Digitalisierung ausbremsen. So koexistieren heute viele Insellösungen verschiedenster Systeme diverser Anbieter für einen Anwendungsbereich, ohne einen gemeinsamen Standard zu nutzen.

Dabei gibt es starke Partner, welche sich auf die Digitalisierung im Gesundheitswesen spezialisiert haben und auch den besonderen Anforderungen an Ausfallsicherheit und Datenschutz in der Gesundheitsbranche gewachsen sind.

 

Smartphone mit Stethoskop als Symbol für Telemedizin und Digitalisierung im Gesundheitswesen

Die Basis zum effizienten Arbeiten mit digitalen Technologien

Eine stabile, leistungsstarke Netzwerkinfrastruktur ist die Basis für digitale Gesundheitsdienste. Mit skalierbaren Bandbreiten, redundanten Leitungen und einer hohen Verfügbarkeit lassen sich wachsende Datenmengen problemlos bewältigen. 

So können Gesundheitsdienstleister neue Anwendungen wie KI-gestützte Diagnosesysteme, Remote-Monitoring oder Videokonsultationen flexibel integrieren, jederzeit und an jedem Standort.

Geschwindigkeitsanzeige mit hoher Geschwindigkeit eingeblendet über einem Smartphone in der Hand einer Person